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Maronenröhrling (Xerocomus badius)

Hut: Durchmesser 5-12 cm, kastanienbraun, jung halbkugelig, später polsterförmig bis abgeflacht, dickfleischig, Oberfläche erst feinfilzig, später glatt, feucht klebrig.

Wichtiger Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktieren Sie umgehend den Giftnotruf.

Maronenröhrling (Imleria badia) mit kastanienbraunem Hut und blauender Röhre
Die Röhren des Maronenröhrlings blauen bei Druck.

Beschreibung & Merkmale

Hut: Durchmesser 5-12 cm, kastanienbraun, jung halbkugelig, später polsterförmig bis abgeflacht, dickfleischig, Oberfläche erst feinfilzig, später glatt, feucht klebrig.

Röhren: jung blassgelb, später gelbgrün, Druckstellen blaugrün verfärbend, um den Stiel ausgebuchtet, englöcherig. Sporenpulver olivbraun.

Stiel: 5-10 cm lang, schlank, meist gleichdick, oft Basis zugespitzt, anfangs hellbraun, dann hellrotbraun, längsfaserig-streifig (keine Netzzeichnung !).

Fleisch: gelblichweiss, im Schnitt schwach blauend, angenehmer Geruch und Geschmack.

TYPISCHE MERKMALE: Mittelgrosser Röhrenpilz mit kastanienbraunem Hut und gelbgrünen Röhren, die bei Berührung blauen, brauner, längsfaseriger Stiel, Fleisch im Schnitt blauend, milder Geschmack.

Vorkommen & Verbreitung

Juni bis Oktober vor allem in Nadelwäldern des Flachlandes, selten im Laubwald, gesellig oder einzeln wachsend.

Verwechslungsgefahr

Der Maronenröhrling kann kaum mit giftigen Röhrlingen verwechselt werden, wenn man die typischen Merkmale beachtet. Verwechslungen innerhalb der Gattung sind möglich, z. B. mit der essbaren Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) und dem essbaren Rotfussröhrling (Xerocomus chrysenteron).

Synonyme & Bezeichnungen

Maronen-Röhrling; Braunhäuptchen; Xerocomus badius; Boletus badius;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT

Pilze; Speisepilze; Röhrlinge; Filzröhrlinge; Xerocomus spp;

Literatur & Quellen

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985

2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991

3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987

4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983

5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999

6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968

7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978